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 im Wirtshaus Max und Moritz, Oranienstraße 162, Berlin Kreuzberg

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"Das Paradies ist immer dort, wo du es nicht erwartest!" - So lautet die Überschrift einer der 66 Betrachtungen aus Wolfgang Müllers aktuellem Buch"Neues von der Elfenfront - Die Wahrheit über Island" (edition suhrkamp 2007). Kein Reiseführer oder Ähnliches im eigentlichen Sinn! Wie in seinem gesamten künstlerischen Werk sprengt der Berliner Autor, Musiker und Künstler (geb. 1957 in Wolfsburg) genreübliche Kategorien. Dabei öffnet er die Wahrnehmung für Übersehenes, Ausgeblendetes, scheinbar Abseitiges und Unbekanntes von dieser Insel im Nordatlantik. Mit Humor, profunder Sachkenntnis und großer Sympathie für Land & Leute berichtet er über ein Säugetierpenismuseum, Trollsteine, Björks Babysitter, die Kulturgeschichte der isländischen Draggs, die Wirkung von Elfen in der Realität und Vorstellung & wie die isländischen Stare die "Ursonate" von Kurt Schwitters imitieren gelernt haben. Bereichert wird diese Lesung durch Dias und rarem isländischem Vinyl-Material (u.a. der isländischen Version der Internationale), vorgestellt von DJ Melli, einem von drei weltweit existierenden isländischen Queer Punks.

Wolfgang Müller lebt seit 1980 in Berlin. Er war Gründer der legendären Postpunk-Art Formation "Die Tödliche Doris", die internationale Aufmerksamkeit erregte. Mit der Herausgabe des programmatischen Materialbandes "Geniale Dilletanten" (Merve 1982) gab er einer der wichtigsten subkulturellen Szenen Westberlins in den 80ern einen Namen. Seine Bücher erschienen im Martin Schmitz Verlag, Verbrecher Verlag und im hybriden-Verlag, zuletzt "Wollita - Vom Wollknäuel zum Superstar" (Co-Autorin Francoise Cactus), Martin Schmitz 2006. Schreibt als Autor u.a. für die tageszeitung, Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel, mare, Merian, Die Zeit. Er gilt als Blaumeisen-, Island und Elfenexperte und gründete in Reykjavík die Walther von Goethe Foundation, nachdem das einzige Goethe-Institut auf Island aus Sparmaßnahmen geschlossen und seine private Weiterführung juristisch untersagt wurde. Daneben umfangreiche internationale Ausstellungstätigkeit und experimentelle musikalische Projekte u.a. 1989 die LP "BAT", die Ultraschalllaute einheimischer Fledermausarten erstmals auf Vinyl hörbar macht. 2005 im Rahmen des Dieter Roth Orchesters Zusammenarbeit mit u.a. Stereo Total, Mutter, Andreas Dorau, Trabant, Ghostigital, Khan, Mouse on Mars & Namosh.
Text: Erik Steffen


 

 
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