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 im Wirtshaus Max und Moritz, Oranienstraße 162, Berlin Kreuzberg

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"Es ist längst nicht mehr so, als wären wir irgendwann daheim. Wir sind 2000 Gedankenjahre von Zuhause entfernt, von wo wir aufbrachen in irgendein furchtbares Reich der Kunst, um Träume wie diesen zu zelebrieren. Wir schreiben Briefe an unsere Hinterbliebenen und legen verblichene Polaroids bei." ("Die Stadt, die Wüste und das Nichts", 1985) Ein kalligraphisches Schwarz-Weiß-Text-Bild der Künstlerin und Filmemacherin Chris Dreier.

D. Holland-Moritz, geb. 1954 in Solingen, hat diese Worte geschrieben, eine hellsichtige Wahrnehmung eines dichterischen Nomadentums, ohne Kompromisse, ohne Sicherheiten, ohne Erfolg. Es gibt also etwas zu entdecken: Einen Beatautor- und theoretiker, der 1984 in der legendären Anthologie "Abschnappuniversum" (Luchterhand) den Zeit-Geist der Frontstadt kondensiert hat als Melange von Dekadenz, Willkür und Sinnlosigkeiten. No Future! 2002 erschien sein grandioser Roman "Lovers Club. Eine Stimme aus dem Off" bei Merve - Erfolgsromane lesen sich leichter. In Kürze erscheint sein neues Werk "Fan Basher Pusher. Notizen aus der Peripherie 2002-2005" beim Ritter- Verlag aus Klagenfurt.

Holland-Moritz lebt als freier Germanist in Berlin, betreibt seit 2003 mit der Ost-Verlegerlegende Uwe Warnke ("ENTWERTERODER") und dem Publizisten Ralf B. Korte, geb. 1963 in Ulm, den Literatursalon TEXT TOTAL in wechselnden Locations.

Ralf B. Korte, hochbegabt und hyperaktiv, ist sowohl Macher als Schreiber gegen den Mainstream. Ein lustvolles Zwischen-den-Stühlen-sitzen mit der Konsequenz prekärer ökonomischer Verhältnisse kennt er als Mit-Herausgeber des seit 30 Jahren erscheinenden Magazins "perspektive. hefte für eine zeitgenössische literatur" (Graz) genau. Empfehlung Sonderzahl 2006. Seine Texte verweben poetische Textur; Literaturtheorie und Literaturbetriebskritik zu einem Amalgam der Nirgendwo-Zugehörigen. "perspektive" als Sammelbecken einer subversiven Lit., die selbst Solitäre wie Holland-Moritz catchen konnte. Aus der Ferne grüßen Helden, ob Situationisten oder Lautréamont. Everything goes, eine Plattform, die mit der Veranstaltungsreihe "montagsdemonstrationen" in der Körtestr. 3 ein Domizil gefunden hat. p out of area, nicht Graz, sondern Berlin perspektiven gibt es immer und überall. "nicht an kerosin denken…. how do you do…". Letzte Veröffentlichung fm dj. reading `"reise durch die nacht" ein elektronischer briefroman, mit Elisabeth Hödl, Bielefeld Aisthesis 2004. Demnächst erscheint von ihm "d' Annunzio. d.' Annunzio…semisphären zum comandante" Ritter-Verlag, Klagenfurt 2008. Widerstand ist zwecklos!
Textperformer aus der Champions-League! Zwei zum Beamen!
Text: Erik Steffen


 

 
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