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 im Wirtshaus Max und Moritz, Oranienstraße 162, Berlin Kreuzberg

Sie verbindet auf den ersten Blick wenig mehr außer dem gemeinsamen Medium, für das sie schreiben: die tageszeitung. Detlef Kuhlbrodt (geb. 1961) und Andreas Rüttenauer (geb. 1968) : Feuilleton und Sport. Getrennte Ressorts, getrennte Lebenswelten.

Kuhlbrodt, Ben Witter-Preisträger 2008, Feuilletonist & Blogger, wurde mit seiner Textsammlung "Morgens leicht, später laut. Singles" (suhrkamp 2007) weit über Berlin hinaus bekannt, wo seine Textminiaturen in der "taz"-Kolumne "berliner szenen" Kultstatus haben. Er schreibt über Berliner Randexistenzen wie Harry Hass & Klaus Beyer ebenso leicht und melancholisch wie über die Faszination von Flipperautomaten, den Abschied von Freunden, die Besuche beim Zahnarzt und den Tod eines Maulwurfs. Die Archivierung des Alltags und seiner Gefühls- und Erfahrungswelten ist ein großangelegter Selbstversuch, der nichts unterscheidet oder belanglos werden lässt. Alles hat seinen Wert.

Rüttenauer kommt vom Kabarett, schreibt Texte, deren Pointen sitzen und die doch das Lachen ersticken können. Schon sein Erstling, der Fußballfan-Roman "Pokalfinale" (Verbrecher Verlag 2003) hatte diese ungewöhnliche Qualität. Seine Textsammlung "Blau am Rand": Variationen aus der Vorstadt, Idyll & Untergang, Kinderladen & Suff, Schlagen & Schläger, Wald zwischen Autobahnen. Vom Gehen in die Pilze & dem Eingehen an den Verhältnissen.

Im Vorprogramm der Autorenwerkstatt Textakel lesen Jana Irde (geb. 1968) und Wolfgang Louis (geb. 1964), Mitbegründer der Friedrichshainer Lesebühne "Texttouren", über Brombeertorten, einen Harem und den Verlust der Erinnerung. Ein Geheimtipp von Nepomuk Ullmann, dem Urvater aller Autorenwerkstätten.


Text: Erik Steffen

Links:
:: Kuhlbrodt / Suhrkamp (mit Hörproben)
:: Rüttenauer / Verbrecher Verlag (Leseproben)
:: taz


 

 
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