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 im Wirtshaus Max und Moritz, Oranienstraße 162, Berlin Kreuzberg

"Der Text ist meine Party!" Ein 20 Jahre altes Postulat der Hamburger Post-Punk-Band "Kolossale Jugend", das auch für die Text-Produktion von Ann Cotten (geb. 1982 in Iowa) und Monika Rinck (geb. 1969) zutrifft. Beide Autorinnen gehören zu den eigenwilligsten und experimentierfreudigsten Protagonistinnen der Berliner Literaturlandschaft. Ob Sonette, Elegien oder Essay, literarische Traditionen und Formen werden gerüttelt, gescratcht und zum Klingen gebracht. Sprachen, nicht nur die deutsche, beginnen zu tanzen und zu wirken, getestet nach ihren Möglichkeiten, Ich-Leben & Geschlechterkampf auszudücken.

Ann Cottens fulminantes Lyrik-Debüt "Fremdwörterbuchsonette" (Suhrkamp 2007) ironisiert die Existenz der Fremdwörter unnachahmlich: "Ich erfülle hier nur Begriffsfunktion, habe einen Arbeitsplatz inne, für den es im Augenblick keinen qualifizierten Deutschen gibt." Sirenen im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit oder nzl (nutten zur literatur).

Auch Monika Rincks Gedichtband "zum fernbleiben der umarmung" sowie der Essay "Ah, das Love-Ding!" (beide kookbooks) haben bei aller assoziativen Spiellust Momente beklemmender Nüchternheit: "alles ist fatal"

Zwei der wichtigsten Gegenwartsschriftstellerinnen in einer Gemeinschaftslesung. Mehr geht nicht!

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